Infektion mit Noroviren


Lang anhaltende Ansteckungsgefahr
Infektion mit Noroviren

In den Wintermonaten nimmt die Zahl der Norovirus-Infektionen in vielen Ländern zu. Die amerikanische Gesundheitsbehörde weist deshalb darauf hin, dass Patienten, die eine Ansteckung mit dem Magen-Darm-Erreger überstanden haben, noch bis zu drei Tage nach der Genesung ansteckend sind.

Gefährliche Magen-Darm-Erkrankung

Noroviren sind weltweit verbreitet und einer der häufigsten Erregern für schwere Durchfallerkrankungen. Im Jahr 2012 waren in Deutschland circa 140.000 Menschen betroffen. Eine Infektion äußert sich durch schweren Durchfall und abrupt einsetzendes Erbrechen. Der dadurch entstehende Flüssigkeits- und Elektrolytverlust macht die Krankheit vor allem für Kinder und ältere Menschen gefährlich. Patienten sollten viel trinken und Elektrolytlösungen einnehmen. Medikamente oder eine Impfung gibt es bisher nicht. Im Regelfall lassen die Beschwerden nach ein bis drei Tagen wieder nach. Doch Mediziner warnen: Infizierte sind nicht nur während einer akuten Erkrankung ansteckend, sondern noch mindestens 48 Stunden nach Abklingen der Symptome.

Hygiene vermeidet Ansteckung

Die Magen-Darm-Viren sind hochansteckend. Schon weniger als 100 Virenpartikel reichen aus, um eine Erkrankung auszulösen. Sorgfältige Hygiene hilft am besten, eine Ansteckung zu vermeiden. Dazu gehört, sich nach jedem Essen, Toilettengang, Anfassen einer Türklinke oder Händeschütteln und vor der Essenszubereitung sorgfältig die Hände zu waschen. Das Robert Koch-Institut rät, die Hände unter fließendes Wasser zu halten und anschließend mindestens 20 bis 30 Sekunden lang Seife auch zwischen den Fingern zu verreiben. Ein weiterer Tipp: Die Hände möglichst vom Gesicht fernhalten. 

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