Hautreaktionen auf Naturkosmetik


Verträglichkeit oft überschätzt
Hautreaktionen auf Naturkosmetik

Was natürlich ist, ist gesund: Diese Annahme ist weit verbreitet – doch nicht immer korrekt. Gerade bei pflanzlichen Kosmetikprodukten kommt es oft zu Hautreaktionen. Das berichten italienische Forscher.

Jucken, Brennen, Schwellungen

Forscher der Universität Ferrara befragten über 2500 ambulant behandelte Patienten von Zentren für Hautallergien. Sie litten an Hautreaktionen wie Schwellungen oder Rötungen, Jucken und Brennen.

48 Prozent der Geplagten gaben an, pflanzliche Cremes verwendet zu haben. Dabei gab jeder dritte Anwender an, dem "Naturprodukt"den Vorzug gegeben zu haben, da er bzw. sie die Sicherheit und Verträglichkeit der pflanzlichen Kosmetika höher einschätzte. Der am häufigsten verwendete pflanzliche Inhaltsstoff war Aloe vera, gefolgt von Ringelblume, Kamille und Arnika.

Allergien meist gegen Beistoffe

Allergietests wiesen bei 15 Prozent der Patienten eine Überrektion auf einen der pflanzlichen Inhaltsstoffe nach. Das größte Allergiepotenzial hatten demnach Propolis, Teebaumöl und Korbblütler wie die Ringelblume. In den anderen Fällen bestand eine Allergie gegen einen nicht-pflanzlichen Inhaltsstoff, welcher der Creme zum Beispiel als Bindemittel beigegeben war.

Die Testergebnisse sind für die Studienautoren ein Zeichen dafür, dass ein relevanter Anteil der Hautreaktionen bei Naturprodukten gar nicht auf die pflanzlichen Wirkstoffe zurückzuführen ist, sondern auf andere Inhaltsstoffe der Kosmetika. Die Mehrzahl der durch pflanzliche Hautprodukte ausgelösten Kontaktallergien ließe sich daher entdecken, indem man die standardmäßige Allergietestreihe um Tests auf Propolis, Extrakt von Korbblütlern und Teebaumöl erweitere.

News

Kühlkappe schützt die Haare
Kühlkappe schützt die Haare

Haarausfall bei Chemotherapie

Haarausfall ist eine belastende Nebenwirkung einer Chemotherapie. Durch eine Kühlung der Kopfhaut lässt sich der Haarausfall verringern – doch nicht alle profitieren.   mehr

Mit Creme gegen Jucken und Schmerz

Jemand kratzt sich mit der einen Hand das stark juckende chronische Handekzem der anderen Hand auf.

Chronisches Handekzem

Mit starkem Juckreiz und Schmerzen ist ein chronisches Handekzem sehr belastend für die Betroffenen. Eine 2024 zugelassene Creme lindert die Beschwerden innerhalb weniger Tage.   mehr

Gut geschützt gegen RSV
Gut geschützt gegen RSV

Per Impfung oder Antikörpergabe

Respiratorische Synzytial-Viren, kurz RSV, sind eigentlich harmlose Erkältungsviren. Bei Säuglingen drohen bei einer Infektion aber schwere Verläufe. Was schützt besser: die Impfung oder die Gabe von Antikörpern?   mehr

Sturzgefahr im Alter
Sturzgefahr im Alter

Strategien für mehr Sicherheit

Fast jede vierte Person über 65 stürzt mindestens einmal im Jahr – mit manchmal schweren Folgen. Doch vielen Stürzen lässt sich vorbeugen. Was hilft?   mehr

In Zukunft weniger Schwangerschaftsvorsorge?
In Zukunft weniger Schwangerschaftsvorsorge?

Neues Gesetz ändert Finanzierung

Ab 2027 sollen Leistungen in Frauenarztpraxen anders vergütet werden. Ärzt*innen warnen, dass dann weniger Termine für Schwangere zur Verfügung stehen könnten. Die Krankenkassen widersprechen. Was steckt dahinter?   mehr

Alle Neuigkeiten anzeigen
Linden-Apotheke
Inhaberin Margit Jacob
Telefon 036376/5 83 20
Fax 036376/5 83 28
E-Mail info@linden-apotheke-straussfurt.de