Allergische Bindehautentzündung


Pollen lassen Tränen fließen
Allergische Bindehautentzündung

Allergiker sehen dem Frühlingsbeginn wohl eher mit gemischten Gefühlen entgegen. Denn sobald die ersten Pollen durch die Luft fliegen, kämpfen sie mit tränenden Augen und einer triefender Nase. Die Reizung der Augen kann zu einer Bindehautentzündung führen. Die BARMER GEK gibt Allergikern Tipps zum Vorbeugen.

Zur Pollenzeit die Augen schonen

Es besteht ein Fremdkörpergefühl im Auge, die Augen sind rot, sie jucken – das sind die typischen Zeichen einer Bindehautentzündung, im Fachjargon Konjunktivitis genannt. Oft sind Bakterien, Viren oder eine Allergie die Auslöser. Allergiker, deren Augen empfindlich auf Pollen reagieren, sollten deshalb vorbeugend einiges beachten.

Dr. Utta Petzold, Allergologin bei der BARMER GEK rät, die juckenden Augen nicht zu reiben. Vor allem nicht mit ungewaschenen Händen, da so Erreger in die Augen gelangen können. Frauen sollten ihr Augen-Make-up während des Pollenflugs einschränken oder auf Allergikerprodukte umsteigen, um die Augen nicht zusätzlich zu reizen. Für empfindliche Kontaktlinsenträger gilt: Besser während der Pollensaison auf eine Brille umsteigen.

Um die Pollen aus dem Schlafzimmer fern zu halten und nachts den Augen Ruhe zu gönnen, empfiehlt es sich, die Haare abends zu waschen und die getragene Kleidung über Nacht in einem anderen Raum zu hängen. Denn an Haar und Kleidung setzen sich Pollen fest. Trockene Heizungsluft, längeres Arbeiten am Computer oder künstliches Licht reizen die Augen ebenfalls stark und sollten möglichst vermieden werden. Filmbildende Augentropfen, sogenannte künstliche Tränen, lindern bei trockenen Augen den Juckreiz.

Bei Sekretbildung zum Arzt

Bei einer bestehenden Bindehautentzündung helfen Augentropfen oder -salben aus der Apotheke. Bildet sich gelbes, zähflüssiges Sekret, das das Auge verklebt und sich in den Augenwinkeln absetzt, legt Dr. Petzold den Betroffenen nahe, einen Augenarzt aufzusuchen, um die Ursachen des Augenleidens vor Beginn einer Behandlung genau zu klären. Denn gelbes Sekret spricht für eine infektiöse Form der Bindehautentzündung, die von Viren und Bakterien verursacht wird. Bei einer bakteriellen Form verschreibt der Arzt meist Tropfen oder Salben, die ein Antibiotikum enthalten. Um eine erneute Ansteckung zu vermeiden, sollten die verschriebenen Augensalbe oder -tropfen nach Abschluss der Behandlung nicht mehr verwendet werden.

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