Stressfrei lernen


Lernleistung effektiv verbessern
Stressfrei lernen

Menschen benutzen beim Lernen oft unterschiedliche Lernstrategien. Welche, hängt davon ab, wie stark der Lernende unter Stress steht. Das fanden Wissenschaftler der Ruhr-Universität Bochum heraus.

Bewusste Lernstrategien

Während sich Personen, die stark unter Stress stehen, eher auf ihr Bauchgefühl verlassen, wenden nicht gestresste Personen bewusste Lernstrategien an. „Diese Ergebnisse zeigen zum ersten Mal, dass Stress einen Einfluss darauf hat, welche der verschiedenen Gedächtnissysteme das Gehirn anschaltet“, erklärt Lars Schwabe von der Universität Bonn.

Die Wissenschaftler werteten die Daten von 59 Probanden aus, die den so genannten Wettervorhersage-Test absolvierten. Bei diesem Test sahen die Probanden Spielkarten mit unterschiedlichen Symbolen und mussten lernen vorherzusagen, welche Kartenkombination Regen und welche Sonnenschein ankündigt. Jede Kombination ist mit einer anderen Wahrscheinlichkeit für gutes oder schlechtes Wetter verknüpft. Die eine Hälfte der Probanden unterzog sich diesem Test, während sie eine Hand in eiskaltes Wasser hielten. Hormonanalysen zeigten, dass dies die Probanden unter Stress setzte. Die andere Hälfte der Teilnehmer tauchte ihre Hand in warmes Wasser.

Zwei Wege zum Erfolg

Während die Probanden nun die Kartenkombinationen für das Wetter lernten, maßen die Forscher ihre Hirnaktivitäten. Das Ergebnis: Die nicht gestressten Teilnehmer konzentrierten sich auf einzelne Symbole und wendeten damit eine bewusste Strategie an. Die Analysen der Wissenschaftler zeigten, dass bei ihnen die Hirnregion im mittleren Schläfenlappen – der Hippocampus – aktiv war. Der Hippocampus ist für das Langzeitgedächtnis zuständig.

Gestresste Probanden dagegen, wanden eine komplexe Strategie an, indem sie ihre Entscheidung für gutes oder schlechtes Wetter aufgrund von Symbolkombinationen lernten. Allerdings machten sie dies unbewusst, das heißt sie konnte ihre Strategie im Nachhinein nicht erklären. Die Forscher ermittelten, dass bei diesen Probanden das so genannte Striatum im Mittelhirn aktiviert war – die Hirnregion die für das unbewusste Lernen zuständig ist. „Stress stört das bewusste, zielgerichtete Lernen, das vom Hippocampus abhängt. Also nutzt das Gehirn andere Ressourcen. Bei Stress kontrolliert das Striatum das Verhalten – das rettet die Lernleistung“, folgert Schwabe.

News

Hautreizung unter Windeln vermeiden
Blick auf die Windel eines Babys. Ob Baby oder Erwachsener, Hautpflege beugt Reizungen vor.

Ob Baby oder alter Mensch

Windeln halten Jung und Alt trocken, doch darunter kommt es durch den Kontakt mit Urin und Stuhl leicht zu Hautirritationen. Wie lässt sich vorbeugen?   mehr

Verhütung in der Perimenopause
Verhütung in der Perimenopause

Passt die Methode noch?

Nähert sich eine Frau den Wechseljahren, nimmt die Wahrscheinlichkeit für eine Schwangerschaft ab. Muss dann noch verhütet werden und wenn ja, mit welcher Methode?   mehr

Impfungen im Herbst
Impfungen im Herbst

Hochsaison für Infektionen

In der kalten Jahreszeit nehmen Atemwegsinfekte wieder zu. Für viele Menschen sind jetzt Impfungen empfohlen. Was hat sich geändert und wo gibt es gute Informationen?    mehr

Kühlkappe schützt die Haare
Kühlkappe schützt die Haare

Haarausfall bei Chemotherapie

Haarausfall ist eine belastende Nebenwirkung einer Chemotherapie. Durch eine Kühlung der Kopfhaut lässt sich der Haarausfall verringern – doch nicht alle profitieren.   mehr

Mit Creme gegen Jucken und Schmerz

Jemand kratzt sich mit der einen Hand das stark juckende chronische Handekzem der anderen Hand auf.

Chronisches Handekzem

Mit starkem Juckreiz und Schmerzen ist ein chronisches Handekzem sehr belastend für die Betroffenen. Eine 2024 zugelassene Creme lindert die Beschwerden innerhalb weniger Tage.   mehr

Alle Neuigkeiten anzeigen
Linden-Apotheke
Inhaberin Margit Jacob
Telefon 036376/5 83 20
Fax 036376/5 83 28
E-Mail info@linden-apotheke-straussfurt.de