Nach Schlaganfall viel trinken


Zwei Liter am Tag beugen Hirnschlag vor
Nach Schlaganfall viel trinken

Egal ob jung, alt, krank oder gesund – jeder Mensch muss trinken. Mediziner empfehlen täglich mindestens zwei Liter Wasser zu trinken. Menschen, die einen Schlaganfall erlitten haben, profitieren besonders von einer hohen Flüssigkeitszufuhr: Das Risiko für einen zweiten Schlaganfall sinkt. Das fanden Forscher der Universität Münster heraus.

Vieltrinker im Vorteil

Die Wissenschaftler beobachteten die Werte von 456 Menschen, die einen Schlaganfall erlitten hatten, über einen Zeitraum von zwei Jahren hinweg. Die Patienten führten ein Trinktagebuch, eine Art Kalender, in dem sie pro 100 Milliliter Flüssigkeit am Tag ein Kästchen ankreuzten. Kaffee und Alkohol wirken entwässernd und zählten darum nur die Hälfte der tatsächlich getrunkenen Menge. Dann teilten die Forscher die Probanden in zwei Gruppen ein. Die erste Gruppe waren diejenigen, die mehr als zwei Liter pro Tag getrunken hatten und die andere Gruppe hatte weniger als zwei Liter getrunken.

Es kam heraus, dass die Vieltrinker in den zwei Jahren seltener einen Rückfall erlitten hatten als die Wenigtrinker. Den Wissenschaftlern fiel außerdem auf, dass bei den Vieltrinkern die Blutplättchen weniger miteinander reagierten. In vielen Fällen verklumpen diese nämlich, und begünstigen einen weiteren Schlaganfall.

Viel Flüssigkeit macht gesund

Die Ergebnisse zeigen, dass zwei Liter oder mehr Flüssigkeit am Tag zu trinken ein sinnvoller Ratschlag für alle ist, die einen Schlaganfall hinter sich haben. Wahrscheinlich können Menschen, die viel trinken sogar einen ersten Schlaganfall sowie Herz-Kreislauf-Probleme verhindern. Viele ältere Menschen trinken allerdings zu wenig, denn das Durstgefühl wird mit zunehmendem Alter schwächer. Darum sollten gerade Senioren sich angewöhnen regelmäßig zu trinken, auch wenn sie keinen Durst verspüren. Wer unter Herz- und Nierenproblemen leidet, muss aber zunächst einen Arzt um Rat fragen, bevor er seine Trinkmenge erhöht.

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