Ingwer


Kleine Knolle ganz groß
Ingwer
iStockphoto
Ingwer wirkt – egal ob roh oder gekocht.

Ingwer verleiht der Kürbissuppe den letzten Pepp und auch der Asiate um die Ecke verzichtet ungern auf den Scharfmacher. Doch nicht nur auf der Zunge sorgt der Ingwer für Furore: Im Körper macht er bekannten Schmerzmitteln Konkurrenz.

Eine ganz heiße Nummer

Dass der Ingwer so scharf schmeckt, liegt an bestimmten Inhaltsstoffen – den Gingerolen. Im Gaumen binden die Scharfmacher an Rezeptoren, die eigentlich Wärme detektieren. Wenn diese Wärmerezeptoren auf der Zunge aktiv sind, macht das Gehirn daraus einen scharfen Geschmack. Gingerole heizen aber nicht nur unserer Zunge ein, sondern dem ganzen Körper. Ingwertee ist daher ein gutes Rezept, um sich an kalten Herbst- und Wintertagen aufzuwärmen.

Ohne Übel um die Welt

Ingwer kann mehr als brennen: Bei Verstopfung oder Blähungen lindert Ingwertee die Beschwerden. Auch gegen Reiseübelkeit wirken Ingwerpräparate. Wer vor einer Reise Ingwertabletten schluckt, dem wird im Auto oder im Flugzeug nicht so schnell schlecht. Selbst während einer Chemotherapie klagen Patienten, die Ingwer einnehmen, seltener über Übelkeit. Scheinbar blockieren die Gingerole Serotoninrezeptoren im Magen. Moleküle, die Übelkeit auslösen, bleiben wirkungslos.

Natürlich schmerzlos

Ein weiterer Übeltäter, den Ingwer in Schach hält: die Cyclooxygenase. Dieses Enzym ist aktiv, wenn Schmerzen im Körper entstehen. Gingerole hemmen das Schmerzenzym. Genau wie der Wirkstoff des Aspirins®, die Acetylsalicylsäure. Ernste Nebenwirkungen sind bei Gingerolen nicht bekannt. Patienten mit einem sehr empfindlichen Magen verzichten allerdings besser auf Ingwer: Ingwer kurbelt die Produktion von Magensäure an. Übersäuerung und Bauchschmerzen können die Folge sein.

Auch im Zusammenhang mit Krebs steht Ingwer immer wieder im Rampenlicht. Studien haben gezeigt, dass Gingerole das Wachstum von Brust- und Darmkrebszellen stoppen – allerdings nur in der Petrischale. Ob Ingwer Krebs tatsächlich vorbeugt oder bekämpfen kann, müssen weitere Studien klären.

News

Antidepressiva schrittweise absetzen?
Eine Frau hält Antidepressiva in Tablettenform in der Hand.

Studie zu Symptomen

Viele Menschen nehmen zeitweise Antidepressiva – in Deutschland sind es etwa 8 bis 10 Prozent. Doch was passiert eigentlich, wenn die Betroffenen die Medikamente wieder absetzen möchten?   mehr

Hautreizung unter Windeln vermeiden
Blick auf die Windel eines Babys. Ob Baby oder Erwachsener, Hautpflege beugt Reizungen vor.

Ob Baby oder alter Mensch

Windeln halten Jung und Alt trocken, doch darunter kommt es durch den Kontakt mit Urin und Stuhl leicht zu Hautirritationen. Wie lässt sich vorbeugen?   mehr

Verhütung in der Perimenopause
Verhütung in der Perimenopause

Passt die Methode noch?

Nähert sich eine Frau den Wechseljahren, nimmt die Wahrscheinlichkeit für eine Schwangerschaft ab. Muss dann noch verhütet werden und wenn ja, mit welcher Methode?   mehr

Impfungen im Herbst
Impfungen im Herbst

Hochsaison für Infektionen

In der kalten Jahreszeit nehmen Atemwegsinfekte wieder zu. Für viele Menschen sind jetzt Impfungen empfohlen. Was hat sich geändert und wo gibt es gute Informationen?    mehr

Kühlkappe schützt die Haare
Kühlkappe schützt die Haare

Haarausfall bei Chemotherapie

Haarausfall ist eine belastende Nebenwirkung einer Chemotherapie. Durch eine Kühlung der Kopfhaut lässt sich der Haarausfall verringern – doch nicht alle profitieren.   mehr

Alle Neuigkeiten anzeigen
Linden-Apotheke
Inhaberin Margit Jacob
Telefon 036376/5 83 20
Fax 036376/5 83 28
E-Mail info@linden-apotheke-straussfurt.de