Heiße Medizin für kalte Tage


Natürliche Hausmittel zum Selbermachen
Heiße Medizin für kalte Tage
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Kräuter und ätherische Öle tun bei Erkältungen gut.

Mit einem leichten Kratzen im Hals kündigt sich bei feucht-kaltem Wetter die erste Erkältung an. Unser Organismus hat es bei herbstlichem Wetter schwer, sich gegen Bakterien, Viren und Infektionen zu wehren. Mit selbstgemachten Rezepten ist es aber ein Leichtes, den Körper durch natürliche Heilmittel zu stärken. Grundregel bei allen Symptomen einer Erkältung ist: den Körper warm halten, viel Flüssigkeit trinken und sich Ruhe gönnen.

Heimisches Hamam: Vollbad & Co.

Gerade wenn man durchgefroren oder nass von draußen nach Hause kommt, ist es wichtig, den ganzen Körper wieder aufzuwärmen. Ein Erkältungsvollbad mit anschließender Bettruhe kann eine Erkältung sogar aufhalten. Besonders wohltuend bei Halsbeschwerden ist ein Badezusatz aus je fünf Tropfen Kamillen- und Teebaumöl, aufgelöst in einem Teelöffel 50-prozentigem Alkohol. Wenn die Zeit für ein Vollbad nicht reicht, ist ein ansteigendes Fußbad ebenso effektiv. Dabei wird die Wassertemperatur durch die Zugabe von heißem Wasser von 35 auf etwa 42 Grad Celsius gesteigert. Für einen selbstgemachten Kräuterzusatz werden je acht Teelöffel Thymian und Schachtelhalm in zwei Litern Wasser zehn Minuten lang gekocht und abgeseiht ins Badewasser gegeben. Ein solches Fußbad erwärmt den ganzen Körper.

Wenn bereits Beschwerden im Nasen- und Rachenbereich bestehen, empfiehlt sich ein Kopfdampfbad. Das Inhalieren des warmen Wasserdampfs feuchtet die Schleimhäute an und hilft beim Abhusten von Sekret. Ein heilender Zusatz ist rasch zubereitet: zwei Tropfen Zitronen- oder Eukalyptusöl werden in etwa vier Litern kochendem Wasser aufgelöst. Nach einigen Minuten beugt sich der Erkältungspatient mit einem Handtuch über dem Kopf über das Wasser und atmet die Dämpfe abwechselnd durch Mund und Nase ein. Bei Bedarf kann zweimal täglich zehn Minuten lang inhaliert werden.

Gurgeln und Spülen

Bei einer verstopften Nase hilft eine selbstgemachte Salzlösung aus zehn Gramm Salz pro Liter warmen Wassers. Der Patient zieht diese Lösung in die Nase ein – das löst Schleim im Nasenraum und beruhigt die Nasenschleimhäute.

Auch Beschwerden im Hals- und Rachenraum können mit einfachen Rezepten gelindert werden. Wirksam ist das Gurgeln mit Wasser und beruhigenden Zusätzen. Für eine Tasse speziellen Tees zum Gurgeln je 20 Gramm Kamille und Salbei mit 10 Gramm Blutwurz mischen, mit 150 ml kochendem Wasser überbrühen und nach zehn Minuten abseihen. Auch ätherische Öle sind wohltuend und beruhigend für den Hals. Für eine Gurgellösung einen Tropfen Thymianöl, zehn Tropfen Teebaumöl oder vier Tropfen Zitronenöl in einem Glas warmen Wasser mischen. Besonders einfach, doch stets wirkungsvoll ist Gurgeln mit Salzwasser, hergestellt aus einem halben Teelöffel Salz auf eine Tasse warmes Wasser. Dies lässt die Schleimhaut abschwellen und wirkt desinfizierend. Alle Gugellösungen können bei Bedarf alle zwei Stunden angewendet werden.

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